Pro-Eichelberg



















Schriftliche Ausarbeitung des Vortrags der

Initiative Pro-Eichelberg“

in der Gemeinderatssitzung am 8. Juni 2017 im Rahmen eines Einwohnerantrags

gegen das geplante Baugebiet „Waldstraße II“

Sprecher : Jürgen Glowka


Initiative Pro-Eichelberg



1 - Das Begehren der Bürger



2 - Warum so früh



3 - Einziges Interesse: Baugebiet



4 - Argumente


Wahrscheinlich ist dies der erste Einwohnerantrag in Busenberg.

Ein Einwohnerantrag ist ein basisdemokratisches Instrument für Bürgerinnen und Bürger, um sich

gegen ungewollte Beschlüsse zu wehren.

Wir haben 237 Unterschriften wahlberechtigter Busenberger Bürger/-innen gesammelt,

ca. 60 sind für einen Einwohnerantrag erforderlich.

86 weitere Unterschriften stammen von ehemaligen Busenbergern, Minderjährigen oder Personen, die einen

besonderen Bezug zu Busenberg haben. Diese haben lediglich symbolischen Charakter.

Es existiert auch eine von Frau Edeltraud Sommer-Breitsch geführte Unterschriftenliste mit 18 Unterschriften. Ihrem Aufruf, sich von der Liste der Initiative streichen zu lassen, kam eine Person nach. Das hatte jedoch bei der Initiative viele weitere Unterschriften zur Folge. (Leserbrief - Rheinpfalz vom 16.03.16)




Das Begehren

"Wir sind gegen die Erschließung von Bauplätzen am Eichelberg und plädieren für die Erhaltung des Waldes als Naherholungsgebiet am Dorfrand.

Wir möchten keine Verunstaltung des Landschafts- und des Ortsbildes, weisen hin auf die Gefahr durch Wassereinbruch in Gärten und Häuser, Erosion, Steinschlag, sowie auf die Vertreibung der dort lebenden seltenen Tierarten.

Somit fordern wir den Gemeinderat auf, diese Pläne umgehend zu stoppen."


Der Eichelberg wird intensiv für Waldspaziergänge genutzt.

Vor allem ältere Mitbürger sowie Kindergartenkinder schätzen die beiden Wege wegen der geringen Steigung (die Wege sind relativ eben) und der schönen Aussicht.



Tierliebhaber führen gerne Ihre Hunde dort aus.

Es ist das naheste Waldgebiet, das den Bürgern als Erholungsgebiet dient.

Zitat eines Bürgers:

"Wenn wir schon den Wald in unmittelbarer Nähe haben, wollen wir ihn auch erhalten und genießen."

Am 2. Weihnachtsfeiertag 2016 war schönes Wetter. Ich konnte dort nachmittags über 50 Spaziergänger zählen.

Der Erholungs- und der Gesundheitswert des Walds wäre für Busenberger Bürgerinnen und Bürger unwiederbringlich verloren.

(Wie damals der schöne Pfarrwald, der immer für Feste des Kirchenchors genutzt wurde und spielende Kinder anzog.)


Warum so früh?

Einsprüche und Bedenken können bei Auslage des Bebauungsplanes angemeldet werden

Dann gab es schon hohe Ausgaben für Planungen

Der Rat sollte über die Bedenken der Bürger Bescheid wissen

Der eigentliche Einspruch hat noch nicht begonnen.


Wenn die Gemeinde den Bebauungsplan auslegt, kann jeder Bürger Einspruch erheben und Bedenken anmelden. Dann jedoch werden bereits hohe Beträge (eventuell mehrere 10.000 Euro) für Planungen und Gutachten von Ingenieurbüros und Firmen ausgegeben worden sein.

Noch gibt es also keine besonders hohen Ausgaben für die Gemeinde und genügend Zeit für Diskussion und Information.

Deshalb erscheint uns der jetzige Zeitpunkt des Einspruchs als der richtige.

Falls es einen Bebauungsplan geben sollte, wird die Initiative selbstverständlich alle rechtlichen und demokratischen Mittel ausschöpfen, um sich gegen dieses Vorhaben zur Wehr zu setzen.

In diesem Fall wird dann auch der eigentliche Widerstand gegen das Baugebiet beginnen.

Die Auseinandersetzung wird dann wahrscheinlich in ein Normenkontrollverfahren münden und vor Gericht ausgetragen werden. Das soll durch diesen Einwohnerantrag verhindert werden.


Die Initiative

Hat keinerlei Interesse an irgendwelchen persönlichen Anfeindungen

War selbst Opfer übler Nachrede

Hatte keine Möglichkeit zu einer zielorientierten sachlichen Diskussion


Die Initiative hat und hatte niemals Interesse an persönlichen Anfeindungen oder gar Bedrohungen, wie sie uns beim Rücktritt des Altbürgermeisters Klonig so unrühmlich angelastet wurden.

Im Gegenteil wurde die Initiative ebenfalls zum Angriffsziel solch hetzerischer und aufwieglerischer Elemente in Busenberg, wie der Altbürgermeister selbst.

Dass dies nicht nur eine zielorientierte und sachliche Diskussion verhindert hat, haben wir alle erlebt.


Argumente 1

Busenberger Bürger wollen es nicht

Landschaftsbild

Sicherheitsabstand zum Wald

Klimaveränderung

Überschwemmungsgefahr

Erosion

Haftung

Hebewerk und Regenrückhaltebecken


Unser wichtigstes Argument ist:

Die Mehrheit der Busenberger will dieses Baugebiet nicht.

Unterschriften sind in Busenberg schwer zu bekommen.

Unsere Unterschriftensammlung bildet den Bürgerwillen deutlich ab.

Uns wurde oft gesagt: „Wir sind zwar auch dagegen, aber wir mischen uns in nichts ein.“

Es gab öffentliche Aufrufe, die Unterschriften zurückzuziehen, was aber zu noch mehr Unterschriften geführt hat.

Leider wurde die Gelegenheit einer Bürgerbefragung (wie z.B. in Hauenstein) bei der letzten Wahl nicht genutzt.

Ich erläutere nun bereits bekannte Argumente gegen das Vorhaben.


Argumente 2

Zielgruppe für die Bauplätze

Starkregen

Naturschutz

Desinformation

Stützmauern

Felsstürze

Die Steigung der Hanglage

Alternativen

Beispiel einer Bebauung

Gibt es Bedarf?


Ob ein dringender Bedarf für neue Bauplätze bei der derzeit stark sinkenden Einwohnerzahl besteht,

ist grundsätzlich in Frage zu stellen.

Jedoch richtet sich der Protest der Initiative nicht grundsätzlich gegen neue Bauplätze sondern nur gegen das geplante Baugebiet „Waldstraße II“.

Ich werde nun die Argumente der Reihe nach durchgehen.


Busenberg - Statistik

BI ist grundsätzlich nicht gegen neue Bauplätze

Einwohnerzahl sinkt – Fläche verdoppelt sich

Künftig viele Leerstände im Ortskern

2,6 Bewohner pro Haus

Seit 1987 wurden > 100 Häuser mit > 147 Wohnungen gebaut

Einwohnerzahl sank um > 100

Frei werdenden Wohnraum und Flächen nutzen


Bei gleicher Einwohnerzahl hat sich in den letzten 50 Jahren die Fläche von Busenberg mehr als verdoppelt.

Erschließung von Bauland konnte nie die Landflucht aus Busenberg verhindern. Lediglich der zur Verfügung stehende Wohnraum hat sich enorm vergrößert und liegt derzeit bei 2,6 Einwohnern pro Haus.

Seit 1987 sind in Busenberg mehr als 100 Häuser mit über 147 Wohnungen gebaut worden.

Im gleichen Zeitraum ist die Bevölkerung von 1329 auf 1231 Einwohner, also um 98 Einwohner, zurückgegangen. Aktuell haben wir knapp 1200 Einwohner - 52 % davon sind über 50 Jahre alt.

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)

Bis 2030 ist, durch die starke Überalterung der Einwohnerschaft, vor allem im Ortskern mit vielen Leerständen zu rechnen.

Junge Familien könnten hier nachrücken.

Man sollte auch diesen freiwerdenden Wohnraum einplanen und freie Flächen nutzbar machen und eventuelle Abrisse bezuschussen. Bauland eher langsam und langfristig erweiterbar erschließen.


Landschaftsbild

Alte erhabene Bäume vers. Kahle Hänge

Pflege- und Entwicklungsplan Naturpark Pfälzerwald:

'Wegen der erheblichen Störung des Landschaftsbildes sind Hangbebauungen zu vermeiden.

Neubauten im Außenbereich sollten die Ausnahme sein und dürfen weder in der Landschaft noch in Bezug auf das gewachsene Ortsbild nicht als Fremdkörper wirken.'


"Das Landschaftsbild von Busenberg wird negativ beeinträchtigt."

Dies ist die Meinung der Unterzeichner.

Auch im Hinblick auf den Fremdenverkehr erscheint eine Hangbebauung nicht sinnvoll.

Es sollten eher alte Bäume an unseren Berghängen stehen bleiben und auch gepflegt werden. Dies könnte eine zusätzliche Attraktion für Busenberg werden.

Einst war eine uralte Dorflinde das Wahrzeichen von Busenberg.

Warum sollten nicht wieder große und erhabene Bäume Busenberg repräsentieren, anstelle von kahlen Berghängen.

Die Attraktivität des Orts wird durch den Kahlschlag leiden.

Längst schon haben Vereine, Organisationen und die Verwaltung Richtlinien ersonnen, den Pfälzer Wald in seiner Einzigartigkeit zu erhalten. Angeprangert werden besonders Hangbebauungen.

Mitgestalter dieses Plans sind unter anderem der Pfälzerwald-Vereine (aktive Mitglieder sind auch im Rat zu finden), sowie unsere Kreisverwaltung.


Sicherheitsabstand der Bäume

Laut Herrn Meichel von der unteren Bauaufsichtbehörde in Dahn muss ein Sicherheitsabstand zum Wald von 40 m eingehalten werden.

Jedoch es zählt die Draufsicht.

Durch die Hangsteigung ergeben sich so 60m in der Diagonale


Die Initiative hat Informationen auf dem Bauamt eingeholt:

Das Baugebiet hätte auch Konsequenzen in der sogenannten Verkehrssicherheit. Herr Meichel erläuterte: „Ich schau von oben drauf, so ergeben sich 60 m Abstand zu den Häusern.“

Der Vogellehrpfad, bei einheimischen Spaziergängern und bei Gästen sehr beliebt, wird beeinträchtigt oder auch gänzlich verschwinden.

Die Gefahr von Blitzeinschlägen im geplanten Baugebiet ist hoch. Bisher schlugen Blitze in die Bäume.

Dies ist kein schöner Anblick, abgesehen der Gefahr von Hangrutschen, die hiervon ausgeht.




Klimaveränderung

Es entsteht eine Windschneise

Starkwinde können die verbliebenen Bäume umreißen

Gutachten zu Klimaveränderungen und Hangstabilität erforderlich

Bedenken:

Kaminrauch kann sich länger im Tal halten

Mehr Wind im Dorf


Es besteht die Gefahr, dass verbliebene Bäume auf den ohnehin mageren Böden durch Sturm oder Starkwinde umgerissen werden.

Es würden teure Gutachten auch bezüglich der Klimaveränderung im Dorf und zur Hangstabilität nötig werden.

Kaminrauch wird sich auch mit den Abwassergerüchen aus dem Hebewerk vermischen. Dies muss ja entlüftet werden.


Überschwemmungen

Vollständiger Kahlschlag im Krieg

Zeitzeugen erinnern sich:

- an Versandung der Gärten, Keller und Höfe

- an schwere Überschwemmungen

Gute Verwurzelung der Bäume dauerte Jahrzehnte

Man nimmt dem Berg den Fuß


Im Zug des 2. Weltkriegs war der Eichelberg wegen des Westwalls und nachfolgender Reparationszahlungen von den französischen Besatzern ganz abgeholzt worden.

Es dauerte Jahrzehnte, bis die Verwurzelung der Bäume ausreichend weit verzweigt war und der Berg endlich Ruhe gab.

Die Initiative befragte hierzu Zeitzeugen: (Gerda Heringer und Gerhard Schwarzmüller dürfen wir namentlich nennen.) Immer wieder brach Wasser und Schlamm in die Grundstücke und Häuser ein, berichten sie. Herr Schwarzmüller hat deswegen schon lange seine Kellerfenster zugemauert.

Selbst meine Familie war in meiner Jugend noch mehrfach von Wassereinbruch betroffen. Anwesen Eichelbergstr. 37 war ebenfalls mehrfach betroffen, zuletzt wurden vor etwa 10 Jahren Grundstück, Scheune und Keller mit Wasser und Schlamm geflutet.

Starkregen, wie z.B. im Juni 2016 in Annweiler, kann auch bei uns herunterkommen.

Betroffen waren in Annweiler vor allem Häuser in Hanglage und in der Talsenke. (Quelle: Die Rheinpfalz vom 09.06.2016)


Haftung

Niemand haftet für Hangrutsche

- während der Bebauung

- nach der Bebauung

Bauherren und Anlieger nehmen dieses Risiko durch die Platzwahl in Kauf

Versicherungen schließen keine Verträge wegen des hohen Risikos


Ratsmitglied Birgitta Geiger-Spieß hat ausführlich zu der Haftungsfrage recherchiert.

Sollte es während der Bebauung zu Hangrutschen kommen, müssen die Anwohner

des Eichelbergs für die Schäden aufkommen.

Nach der Bebauung tragen die neuen Anwohner der „Waldstraße II“ das volle Risiko für eventuelle Schäden.

(Quelle: Landtag Rheinland-Pfalz, siehe Quellenanhang)

Der Bundesgerichtshof entschied, dass die Bauherren

durch bewusste Inkaufnahme des Risikos, an einen Hang zu bauen, selbst für entstehende Schäden haften müssen. In unserem Fall die jungen Familien, die sich dort ansiedeln sollen.




Hebewerk und Regenrückhaltebecken

Mangelnde Kanaltiefe der Waldstraße erfordert ein Hebewerk (Geruchsbelästigung)

Regenrückhaltebecken im Falle eines Stromausfalls

Kleine Hebewerke pro Haus, falls linksseitig

bebaut wird.

Werden Kapazitäten der Kanalisation gesprengt?




Das Baugebiet erfordert ein Hebewerk, da der Kanal beim Ausbau der Waldstraße nicht tief genug gelegt wurde.

Werden auf der linken Seite ebenfalls Bauplätze ausgewiesen, braucht auch noch jedes Haus ein kleines "Hebewerk" da die Keller tiefer als der Kanal liegen dürften.

Hebewerke, egal welcher Art, bedürfen regelmäßiger Wartung.

Die Unterhaltung ist aufwendig und dadurch teuer.

Bei Unwettern kann ein Hebewerk auch ausfallen. Also braucht man auch ein großes Regenrückhaltebecken - auch für die Häuser links der Straße . Wohin damit?

Fraglich ist auch, ob die Häuser bzw. die Versiegelung der Flächen nicht die Kapazitäten der Kanalisation sprengt.

Markus Hemmer, Mitglied des Gemeinderats, berichtete uns, dass bei der Planung des Kanalsystems im Ort Fehler passiert seien.

Offensichtlich ist der Kanal in der Kirchstraße, durch welchen das zusätzlich anfallende Wasser des Baugebiets abgeleitet werden soll, unterdimensioniert.


Zielgruppe

Junge Familien ?

- Stützmauern

- Wasserableitungen

- Drainagen

- event. Felsentfernungen

Dürften hier finanziell überfordert sein

Exclusive Bauplätze für … wen?


Für wen werden diese Bauplätze geschaffen bzw. wer sind eigentlich die Interessenten der neuen Bauplätze?

Laut Aussage von Bürgermeister Ch. Müller, junge Busenberger Familien.

Jedoch die Hanglage der Bauplätze erfordert Sicherheitsmaßnahmen wie Stützmauern, Wasserableitungen,

Drainagen, eventuell Felsentfernungen (lt. geologischem Kurzbericht existiert auch die Bodenklasse 7, das ist schwerer Fels).

"Junge Familien" dürften hier absolut finanziell überfordert sein.


Geologischer Kurzbericht

Enorme Sicherheitsmaßnahmen in der Bauphase

Gewährleistung dauerhafter Entwässerung

Statische Plattendruckversuche in Testfeldern

Aushub- und Gründungssohlen müssen durch

Gutachter abgenommen werden

Ausgerundete Übergangsbereiche bei der Böschung können nicht hergestellt werden

Felsstürze am Eichelberg sind nicht verzeichnet


Der Rat hat sich bereits von einem Fachmann die Inhalte des Geologischen Kurzberichts erklären lassen. Deshalb die Ausführungen hierzu nur in Kürze.

Es müssen alle Baugruben mit Planen abgedeckt werden - sofort und täglich neu.

Die Hänge hinter den Häusern müssen in einer bestimmten Art abgerundet werden, was aber nicht möglich ist, da hinter den Häusern der Hang noch steiler ansteigt.

Falls in der Bauphase ein starker oder lang anhaltender Regen niedergeht, kann niemand vorhersagen, was passiert.

Massebewegungen und Felsstürze wurden bisher nicht verzeichnet. Sie sind aber faktisch da (z.B. am Vogellehrpfad).

Felsabbrüche haben den Eichelberg ja auch geformt.

Es sind aufwendige Tests und Versuchsreihen erforderlich, was die Gründung der Häuser betrifft.

Für alle Gebäude die errichtet werden, ist ein separates Gutachten bezüglich der Hangstabilität erforderlich.

Alles andere wäre grob fahrlässig.


Felssturz am Eichelberg



















Der Felsbrocken von ca. 6 Tonnen Gewicht wurde glücklicherweise von zwei direkt davor stehenden Bäumen gestoppt.

In 70 Meter Höhe beträgt die Energie des Felsens ca. 4200 Kjoule.

Eine Sekunde lang hätten ca. 6000 PS gewirkt.

( Beispiel: 10 t 10000 Kg * 70m * 10m/s² = 7000 KJ = 1,94 Kw/h = 2,644 PS/h = 1 Sekunde 9 520 PS )

Zur Veranschaulichung: Ein ICE hat 10000 PS!

Nur dichte Bewaldung um den Felsen kann solche Szenarien verhindern.

Man baut ja nicht nur für jetzt, sondern für 100 oder gar 300 Jahre.

Die ganzen künftigen Jahre sind intensive Hangpflege mit Zäunen und Erhaltung der Stützmauern sowie weitere Maßnahmen der Unterhaltung erforderlich.


Möglicher Felssturz
























Direkt über dem Baugebiet

Ein potentiell möglicher Felssturz am Eichelberg.

Ob in einem Monat, zehn oder hundert Jahren weiß man nicht. Durch Rodung des Walds unterhalb des Felsens, kann dieser Brocken nicht mehr aufgehalten und zur Gefahr werden.

Fotografiert von der Aussichtsplattform gegen Osten auf dem Eichelberg.



Ich denke, dies ist der Felsbrocken, der durch ein Netz gesichert werden müsste.


Naturschutz

Kahlschlag hat Folgen

Vertreibung von vielen bedrohten Tierarten

Buntspechte, Falken, Wildtauben, Käuzchen, Zaunkönige, Ringelnattern,

Blindschleichen, Hirschkäfer, Fledermäuse, Siebenschläfer etc.

Erfassung und nach Möglichkeit Umsiedlung


Am Eichelberg gibt es viele Tiere, die zu den sogenannten bedrohten Arten gehören.

Im Rahmen des Bauleitplans wird von der Naturschutzbehörde eine groß angelegte Untersuchung über ein Jahr hinweg durchgeführt.

Wird dabei eine stark bedrohte Art gefunden, ist mit dem Baugebiet sofort Schluss. Alle ausgegebenen Gelder für Planungen und Gutachten wären somit umsonst.

Werden weniger bedrohte Tierarten angetroffen, so werden diese eingefangen und auf speziell von der Gemeinde bereitgestellte Ausgleichsflächen umgesiedelt.

Die Kosten werden ebenfalls der Gemeinde angelastet und somit auf die bauwilligen jungen Familien umgelegt.

Informationen: Herr Sander, Kreisverwaltung.


Kanalisation

Das Kanalsystem in Busenberg verträgt keine zusätzliche Last.

Durch Änderungen der Vorgaben ist der Kanal in der Kirchstraße und am Lindenplatz aus heutiger Sicht unterdimensioniert.

Das Oberflächenwasser des Baugebietes würde über die Kirchstraße abfließen

Überschwemmungen im Unterdorf


Die Infos stammen aus der Bürgerversammlung zum Ausbau

der Hauptstraße und von Markus Hemmer, der in seiner Funktion als Feuerwehrmann immer wieder mit vollgelaufenen Kellern im Unterdorf zu tun hat.


Kanalüberlauf




















Kanalüberflutung im Mai 2016 im Unterdorf – Hauptstraße.

Der Kanal konnte die Wassermassen nicht aufnehmen.


Desinformation

Zwei geologische Gutachten

Zitat: Eine geologische Untersuchung des Landesamts für Bergbau und Geologie hat hinsichtlich einer Steinschlaggefahr und drohender Felsabbrüche am Eichelbergfelsen keine besondere Gefährdung ergeben…

allenfalls als ortstypische Verhältnisse eingestuft

Aktuell: Anbringung eines Sicherungsnetzes


Laut Ortsführung sind angeblich 2 geologische Gutachten erstellt worden.

Eines vom Landesamt für Geologie und Bergbau. Die Initiative hat diese Gutachten im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes

Von der Verbandsgemeinde angefordert.

Ergebnis: Das angebliche Gutachten vom Landesamt existiert nicht. Trotzdem wurde in der Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - vom 18.11.2015, S. 17 - aus diesem nicht existierenden Gutachten zitiert!

Eine tatsächliche Untersuchung des Landesamts am Jahresanfang bescheinigte dem Eichelberg enormes Gefahrenpotential,

Das Ergebnis: Erhöhte Steinschlaggefahr! Die Rheinpfalz berichtete, dass an einer bestimmten Stelle sogar ein Netz zur Sicherung eines Felsbrockens angebracht werden müsste, um einen potentiellen Abbruch abzufangen.

Ein Kletterer wurde beauftragt, loses Gestein zu entfernen.

Die Initiative versteht diese Art der Desinformation der Bürger, der Presse und ihrer selbst nicht. Warum wird nicht mit offenen Karten gespielt?


Desinformation

Zu den anfallenden Kosten sind unabhängig voneinander zwei Wirtschaftlichkeitsprüfungen

durchgeführt worden... die beide positiv ausgefallen sind.“


Auf der Bürgerversammlung und in nachfolgenden Zeitungsartikeln zu Baugebiet „Waldstraße 2“ wurde von zwei Gutachten bezüglich der Wirtschaftlichkeit berichtet.

Auch diese beiden Gutachten wurden von der Initiative

angefordert.

Ergebnis: Keines der beiden Gutachten ist existent.


Desinformation

Antwort der Verbandsgemeinde vom 15.06.2016

Bitte haben Sie jedoch dafür Verständnis, dass wir Ihnen die von uns nur zu rein internen Zwecken erstellte Wirtschaftlichkeitsberechnung nicht übersenden können, da bei dieser Berechnung nur ein neues landeseinheitliches Programm getestet wurde und dabei auf Kalkulationsgrundlagen verschiedener Baumaßnahmen zurückgegriffen worden ist und die von uns getätigten Annahmen nicht mit der Gemeinde abgestimmt waren."


Über die angebliche Wirtschaftlichkeitsberechnung von Herrn Hardenberg liegt nichts bei der Verbandsgemeinde vor.




Desinformation

Schreiben der Kreisverwaltung über ablehnenden Bescheid zur Fortführung des Baugebietes 'Am Drachenfels '?

Angefordert vor ca. 6 Monaten von der Initiative in der Gemeinderatssitzung

Wo ist das Schreiben?


Der Initiative und auch dem Rat wurde versichert, es gäbe es einen ablehnenden Bescheid zur Fortführung des Baugebietes Drachenfels von der Kreisverwaltung.

So soll das Baugebiet "Am Drachenfels" von der Kreisverwaltung wegen umweltschutzrechtlichen Bedenken gestoppt worden sein.

Die Initiative hat dieses Schreiben in einer Ratssitzung vor ca. 6 Monaten offiziell angefordert und bisher nicht erhalten.


Desinformation

Zwei Telefonate mit Herrn Sander von der Kreisverwaltung – vor 2 Monaten und heute 08.06.2016 10:30 Uhr

Es ist kein solches Schreiben ergangen!


Schließlich hat die Initiative das Schreiben direkt von der Kreisverwaltung angefordert. Der dort zuständige Herr Sander versicherte mehrfach:

Es gibt kein solches Schreiben!“

Herr Müller soll das Schreiben doch einfach zeigen!“

Herr Sander verwies weiter auf den Standard beim

Bebauungsplanverfahren:

Zunächst muss sich die Gemeinde Busenberg einig werden wo sie hin bauen will. Dann wird die Flora und Fauna auf diesem Gebiet kartiert. Dazu wird eine Vegetationsperiode

(also ein Jahr) lang die Natur beobachtet.

Gibt es geschützte Arten werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Es gibt eine Absage oder eine

Zusage. Nach diesem Jahr der Prüfung und nicht vorher.

Er wisse, dass vor langer Zeit an dem angrenzenden Gebiet der Gemeinde Schindhardt wilde Orchideen gefunden wurden.

Was vor 15 Jahren war, ist jedoch nicht relevant und muss neu geprüft werden.

Zudem steht dieses Gebiet mit den Orchideen als Baugebiet gar nicht zur Debatte.


Am Drachenfels
























Laut Altbürgermeister Erich Wegmann habe die Kreisverwaltung die Gemeinde zum Baugebiet „Am Drachenfels“ in seiner jetzigen Form sogar gedrängt.

Der weitere Ausbau soll mit einer Straße, die die Punkte

4 – 6 – 5 verbindet fortgeführt werden.

Hier ist die komplette Infrastruktur (Kanal, Wasser, Strom, etc.)

bereits vorhanden.

Die Orchideen wurden ungefähr beim Punkt 8 auf der Schindharder Gemarkung gefunden.


Stützmauern

Öffentliche Mauern

Heringer 25m

Kessel 16m

Glowka 16m

Zwick 16m

Klonig bis Dohm 9 x 15m = ~ 135m

Gesamtlänge: ~ 210 m bis 3,5 m Sichthöhe


Hat sich der Rat hierzu informiert bzw. eine Ortsbegehung durchgeführt?

Durch die Hanglage bedingt, müssen kostspielige Stützmauern und eine gut befestigte Straße

angelegt werden, welche die Gemeinde und die Bauherren bezahlen müssen.




Engstelle/Stützmauer






















Engstelle bei der Zufahrt zum geplanten Neubaugebiet. Wahrscheinlich ist nur eine einspurige Straße möglich.

Die stärkste Mauer ist bei Andreas Heringer notwendig, mit ähnlichen Dimensionen wie in der Triftstraße.




Stützmauern

Private Mauern

vor den Häusern ca. 200 m

hinter den Häusern ca. 200 m

von den Bauherren zu errichten


Die Stützmauern sind geländebedingt zum Schutz der Häuser erforderlich, was bei einer Begehung des Gebiets augenfällig ist.

Die Informationen stammen von Andreas Heringer,

der in seiner Position als Straßenbaumeister ständig

mit dieser Materie zu tun hat.


Erforderliche Stützmauern




















Gebiete, in denen voraussichtlich Stützmauern notwendig werden würden.


Stützmauern


























Die Steigung der Hanglage:

Zum Beispiel beträgt die Steigung der Ortsausfahrt Busenberg Richtung Bad Bergzabern 10 %. Diese bezeichnet einen Höhenunterschied von 10 m auf einer Strecke von 100 m.

Die folgende Berechnung bezieht sich auf etwa die Mitte des Baugebiets hinter dem Anwesen Klonig.

Die Steigung des Hangs ist hier der Durchschnitt. Links davon ist die Steigung größer. Rechts davon, Richtung Anwesen Andreas Heringer, ist die Steigung geringer.

Die Daten wurden der Landesdatenbank Lanis entnommen, somit können die Berechnungen von jedermann nachvollzogen werden.(Siehe Quellenanhang)


Stützmauern
























Beispiel einer Bebauung:

Der Abstand zwischen den beiden Waldwegen am Eichelberg beträgt im Beispiel 40 m, bei einem Höhenunterschied von 15 m. Gebaut wird also in eine duchschnittliche Hangsteigung von 37,5%.

Geht man von einer Bauplatzgröße von 25 m x 25 m aus, müssen, um eine ebene Fläche zu erhalten, zunächst 3125 m³ Erde entfernt werden (25m x 25m x 10m / 2 = 3125m³ ).

Das sind mehr als 6200 Tonnen pro Bauplatz. Dann ergibt sich eine Höhe der erforderlichen Stützmauer von 10 m.

Wird nur die Hälfte des Dreiecks ausgegraben und der Aushub aufgeschüttet, ergeben sich 2 Mauern vor und hinter dem Haus mit je 5 m Höhe. Das wären aber 30 Treppenstufen bis zur Haustür.


Stützmauern

Abgrabungen bewirken eine Destabilisierung des Hangfußes

Gleichgewichtszustand des gesamten Hanges wird gefährdet

Gefahr, dass Hangbewegungen ausgelöst werden.


Je nach Untergrund könnten diese Abgrabungen eine Destabilisierung des Gleichgewichtszustands des gesamten Hangs herbeiführen.

Die geologischen Verhältnisse müssen also für jedes Bauvorhaben überprüft werden.

Durch ein sogenanntes Standsicherheitsgutachten

muss festgestellt werden, ob die Sicherheit des beeinflussten Hangs überhaupt noch gegeben ist.


Beispiel einer Bebauung

Alte Schokoladenfabrik – Abriss und Neubau eines eingeschossigen Hauses (A.Heringer)

Platz mit der geringsten Steigung

Ungeplante Mehrkosten:

- Drainierung einer Wasserader

- 2,5m Stützmauer gegen den Berg

- 0,5m Schotter – zur Aufnahme des Wassers

vom Berg

Kosten ~ 50.000 Euro + Eigenleistung


Bei dem Neubau des Anwesens Heringer, das an das geplante Baugebiet grenzt, traten unverhofft vieleSchwierigkeiten auf. Zum Schutz musste gegen den Berg eine ca. 2 m hohe Mauer gebaut und der Hang dahinter abgerundet werden, da er bis auf eine Höhe von 8 m ansteigt.

Hinter dem Bauplatz befindet sich eine Wasserader. Diese musste drainiert werden, da sie vor allem bei starkem Regen die Garage und das Gelände flutet.

Bereits zum zweiten Male musste die Drainage hinter der Mauer von Andreas erneuert werden.

Sie versandete und der lockere Sand vom Eichelberg floss in Form von Schlamm auf sein Grundstück.

Auch der Fußboden in der Garage musste neu abgedichtet werden, da hier die Wasserader von unten drückt. Bisher entstanden Andreas Heringer so 50.000 Euro an Mehrkosten. Das, obwohl er die erforderlichen Erdarbeiten mit seinen Söhnen gänzlich in Eigenleistung erbrachte, da er über die erforderlichen Bagger und weiteres schweres Gerät verfügt.

Junge Familien müssen also mit enormen Mehrkosten rechen, da die Steigung des Hanges Richtung Baugebiet auch noch stetig zunimmt.


Drainage und Stützmauer




















Das Wasser der Wasserader wird nun auf das Gelände daneben abgeleitet.

Die Mauer ist nach Vorschrift ausgerundet und sofort eingesäht.

Im weiteren Verlauf des Geländes ist eine solche Ausrundung bei anderen Bauplätzen schlecht oder garnicht möglich.


Wasserader






















Es steht zu befürchten, dass sich die Wasserader am ganzen Eichelberg entlangzieht.

Die Gefahr eines Hangrutschs ist sehr hoch. Ohne den Halt der Bäume – Kiefern sind Tellerwurzler – und bei lang anhaltendem Regen saugt sich der Boden mit Wasser voll – so kann das Erdreich auf der glitschigen Lehmschicht urplötzlich ins Tal rutschen.

Sie fragen sich sicher: Woher weiß er das?

Ich habe 3 Jahre im Schwarzwald in den Bergen gewohnt. Dort herrschten ähnliche Verhältnisse bezüglich der Hangsteigung wie am Eichelberg. Ebenfalls gab es eine Wasserader, die sogar gefasst war.

Ich führte lange Diskussionen mit dem Waldbauer und dem Eigentümer bezüglich der Bäume direkt hinter dem Haus.

Der Eigentümer sagte, die Bäume gefährden das Haus und nehmen ihm das ganze Licht, der Waldbauer wollte die dicken Tannen ernten.

Dann, Mitte November, begann es zu regnen. Es regnete, nicht einmal stark, aber dafür Tag und Nacht bis zum 24. Dezember durch.

Am 1. Weihnachtsfeiertag passierte dann das Unglück ...


Hangrutsch in Wolfach
























Alternativen
























1) Fortführung des Baugebiets „Am Drachenfels“

Hinter dem letzten Wohnhaus auf der rechten Seite beim Anwesen Reissmann Sonja, mit einer Straße Richtung Wohngebiet am Drachenfels, entstünden so ca. 6-8 Bauplätze.

Dort ist ein Kanal vorhanden, es gibt Wasseranschluss und alles ist viel einfacher zu erschließen und somit am besten geeignet. Es hätte auch den Vorteil, dass in Zukunft, bei einem weiteren Bedarf an Bauplätzen, eine Erweiterung möglich wäre.

2) Verlängerung der Talstraße Richtung "Dorfwiesen". Beginnend nach dem ehemaligen Kiosk Thaler.

3) Hinter dem Anwesen Elmar Peter. Die untere Landespflege hat dies damals schon empfohlen und würde mitspielen. (Info Markus Hemmer)


Vielen Dank Für Ihre Aufmerksamkeit













Quellenanhang:


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