Initiative Pro-Eichelberg

Unsere Argumente gegen die Bebauung:

Eine Mehrheit im Gemeinderat hat, ohne das Wissen der Bürger, beschlossen, am Hang des Eichelberges, oberhalb der Eichelbergstraße (Verlängerung der Waldstraße nach Westen) ein Baugebiet zu erschließen. Dies geschieht ohne das Wissen der Bürger. Die Initiative „Pro Eichelberg“ möchte die Einwohner informieren und über die entstehenden Nachteile für Busenberger Bürger aufklären.

Weiterhin wird eine Unterschriftenliste geführt, die den Protest der Bürger zum Ausdruck bringen und als Grundlage für einen Bürgerantrag dienen soll. Jeder Einwohner von Busenberg kann sich in diese Liste eintragen, damit das ortsnaheste Waldgebiet von Busenberg erhalten bleibt und weiterhin der Erholung unserer Bürger dient.


Folgende Argumente sprechen gegen die Schaffung von Bauplätzen am Eichelberg


  • Verunstaltung der Landschaft. Das Landschaftsbild von Busenberg wird negativ beeinträchtigt.

  • Der Bereich Eichelberg, (inklusive Vogellehrpfad) der bei einheimischen Spaziergängern sowie bei Gästen äußerst beliebt ist, wird durch das neue Baugebiet fast gänzlich verschwinden.

  • Für die Einhaltung der Baumabstände zu den Häusern (40m) muss der Wald teilweise bis zum Eichelberg-Felsen abgeholzt werden. Dadurch entsteht große Gefahr der Bodenerosion und die Gefahr des Abrutschens des sandigen Bodens sowie erhöhter Steinschlag, der dann nicht mehr durch den bestehenden Wald aufgefangen werden kann.

  • Auch die Erosion des Felsens, die immer wieder große Felsbrocken, wie z.B. am Vogellehrpfad, ablöst, stellt dann eine große Gefahr für die Anwohner dar. Wer will solche Felsbrocken aufhalten, wenn nicht der bestehende Wald.

  • Sollte es nach der Bebauung zu Hangrutschen kommen, müssen die Anwohner für die Schäden gerade stehen (höhere Gewalt).

  • Ob ein Bedarf für neue Bauplätze bei sinkender Einwohnerzahl besteht, ist grundsätzlich in Frage zu stellen, denn dadurch erhöht sich die Infrastruktur um einen weitere Straße. Deren Unterhaltung (z.B. das Hebewerk für die Abwässer der neuen Bauplätze) muss in Zukunft durch eine weiterhin sinkende Einwohnerzahl finanziell getragen werden.

  • Wer sind eigentlich die Interessenten der neuen Bauplätze?

  • Für wen werden diese Bauplätze geschaffen bzw. wer sind eigentlich die Interessenten der neuen Bauplätze? Laut Aussage von Bürgermeister Klaus Klonig, junge Busenberger Familien. In der Vergangenheit wurde immer genauso argumentiert, jedoch wurden die gemeindeeigenen Bauplätze dann an Auswärtige verkauft.
    Argumentiert wurde immer mit der angespannten Haushaltslage und der finanziellen Situation der Gemeinde.

  • Wie schon bei der Erschließung des Franzosenteiches erfahren, werden wohl keine Busenberger, sondern ausschließlich Ortsfremde dort bauen. Der Erholungs- und der Gesundheitswert des Waldes wäre damit für Busenberger Bürgerinnen und Bürger unwiederbringlich verloren.

  • Der 'Pflege- und Entwicklungsplan Naturpark Pfälzerwald' sieht zudem vor, dass
    'Wegen der erheblichen Störung des Landschaftsbildes Hangbebauungen zu vermeiden sind'.

  • Durch den Kahlschlag entsteht, vor allem während der Erschließungsphase und des nachfolgenden Leerstandes, bei Starkregen große Gefahr durch Wassereinbruch in die Gärten und Häuser der Anwohner der Eichelbergstraße. Alle Bewohner unterhalb des geplanten Baugebietes haben diese Erfahrung schon mehrmals gemacht. Alleine die Schiebung des Weges oberhalb der Häuser hat schon große Schäden durch Wasser an den Gärten und Gebäuden angerichtet.

  • Kann sich die Gemeinde, bei der derzeit defizitären und damit kritischen Haushaltslage, eigentlich leisten, ein solch problematisches Baugebiet für, laut H. Klonig, nur 8 Bauplätze zu erschließen?

  • Durch Schaffung dieser Bauplätze wird der ohnehin schon stark in Anspruch genommene Kanal an der Eichelbergstraße, Triftstraße und Kirchstraße noch stärker belastet, was bei Starkregen unweigerlich zu Überflutungen im Unterdorf führt.

  • Laut Aussagen der Bürgermeisters gäbe es wenig Alternativen. Stimmt das so oder soll nur die Überschuldung der Gemeinde gelindert und die Gefahren verharmlost werden?

  • Kindergartenkinder wie auch Bürger müssen für Waldspaziergänge (ohne geteerten Untergrund) weitere und unsicherere Wege gehen.

  • Durch den Kahlschlag und die anschließende Bebauung werden seltene Tiere und diverse Vogelarten vertrieben.

  • Durch die Hanglage bedingt müssen kostspielige Stützmauern und eine gut befestigte Straße angelegt werden, welche die Gemeinde bezahlen muss.

  • Das Gelände ist durch den sandigen Untergrund wahrscheinlich gar nicht für eine Bebauung geeignet.

  • Durch den Bau am Hang des Eichelberges drohen durch dessen Druck und den fehlenden Halt der Bäume Schäden an den darunter stehenden Gartenmauern und Häusern.

  • Bei gleicher Einwohnerzahl hat sich in den letzten fünfzig Jahren die Fläche von Busenberg mehr als verdoppelt.
    Bis 2030 werden, durch die starke Überalterung der Einwohnerschaft, viele Häuser, vor allem im Ortskern leerstehen. Zuerst sollte man diesen freiwerdenden Wohnraum nutzbar machen und den Bauwillgen eventuell Abrisse zu bezuschussen (s. Beispiel Hiddenhausen in Ostwestfalen).

  • Durch die Abholzung des Waldes kann das Klima in Busenberg negativ beeinträchtigt werden.

  • Es wird eine Sturmschneiße entstehen, die Winde werden die verbliebenen Bäume auf den ohnehin mageren Böden umreißen und die Häuser werden stärkeren Winden ausgesetzt sein.

  • Seltene Tiere wie Buntspechte, Falken, Wildtauben, Käuzchen, Zaunkönige, Ringelnattern, Blindschleichen, Hirschkäfer, Fledermäuse, Siebenschläfer etc. werden massiv gestört oder sogar vertrieben.

  • Für die Anwohner sowie für alle Bewohner von Busenberg wird es eine starke Beeinträchtigung der Lebensqualität geben.

  • Wir glauben nicht, dass die Zukunft von Busenberg von diesen acht Bauplätzen abhängt.

    Unterstützen Sie unseren Protest durch Ihre Unterschrift in der Liste.

Der Text wurde zusammengefasst von Jürgen Glowka aus Beiträgen von Marliese Klonig, Sven Gütermann, Markus Hemmer, Nicole Gimber und Beiträgen aus der ersten Versammlung der Initiative Pro-Eichelberg bei Arno Burkhart am 28.09.2015.



Hier kann die Argumenteliste der Initiative heruntergeladen werden (klicken).
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76891 Busenberg
   
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